Artikel 2 UN-Kinderrechtskonvention. Worum geht es?




Wir diskutieren in Deutschland viel  über die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Menschen, zum Beispiel die Frage, ob homosexuelle Paare mit heterosexuellen Familien gleichgestellt werden sollen.  Und das, obwohl das Diskriminierungsverbot ein Menschenrecht ist.

 Auch die UN-Kinderrechtskonvention formuliert den Schutz vor Diskriminierung von Kindern in Artikel 2 UN-KRK. Darin steht:

1) Die Vertragsstaaten achten die in diesem Übereinkommen festgelegten Rechte und gewährleisten sie jedem ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Kind ohne jede Diskriminierung unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes, seiner Eltern oder seines Vormunds.

(2) Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass das Kind vor allen Formen der Diskriminierung oder Bestrafung wegen des Status, der Tätigkeiten, der Meinungsäußerungen oder der Weltanschauung seiner Eltern, seines Vormunds oder seiner Familien-angehörigen geschützt wird.


Das bedeutet: der Staat muss gewährleisten, dass für alle Kinder alle Rechte gelten, unabhängig von sogenannten Diskriminierungsmerkmalen, die im Zusammenhang mit Hautton, Körper, Herkunft, etc. stehen. Kinder dürrfen also nicht benachteiligt werden, nur weil sie aus einem anderen Land der Erde kommen oder im Rollstuhl sitzen oder nicht so viel Geld haben.

Aber ist das denn so? Wird denn auch wirklich kein Kind in Deutschland benachteiligt?

Die Realität sieht anders aus. Kinder und Jugendliche sind im Alltag von verschiedensten Formen von Diskriminierung, Benachteiligung und Mobbing betroffen. Kinder berichten vor allem, dass sie aufgrund ihres Körpers oder ihrer Herkunft gemobbt werden. Dabei können unterschiedliche Formen der Diskriminierung gleichzeitig auftreten und einander verstärken. Es gibt auch strukturelle und institutionelle Diskriminierung, zum Beispiel im Rahmen des Schulsystems. Hier werden regelmäßig Kinder und Jugendliche benachteiligt,  insbesondere mit Blick auf die soziale und kulturelle Herkunft  sowie mit Bezug auf Behinderungen oder Beeinträchtigungen. Und die wohl größte Diskriminierung erfahren Kinder, einfach weil sie Kinder sind. Wir sprechen hier von Adultismus. Lest dazu gern unseren Blogbeitrag.


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